Region 14 – „unser Land“

Bayern stellte erstmals 1976 ein Landesentwicklungsprogramm auf, in dem der Freistaat in 18 verschiedenen Planungsregionen aufgeteilt wurde. Das Ziel dieser Maßnahme ist die Erhaltung und Schaffung vergleichbarer Lebens- und Arbeitsbedingungen in allen Landesteilen. Die Planungsregion 14 umfasst die Landeshauptstadt München und die Landkreise Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, München und Starnberg.

Die konkrete Aufgabe der Regionalplanung besteht darin, infrastrukturell zentralen Themen, wie Wohnen, Freizeit, Erholung, Versorgung, Verkehr und Arbeit, zu koordinieren und zu optimieren. Diese Bereiche überschreiten oft die kommunalen Grenzen – daher ist ein Zusammenschluss mehrerer Landkreise notwendig.

Auch auf politischer Ebene ist eine überregionale Kommunikation sinnvoll, denn viele Probleme sind landkreisüberschreitend. Die Grünen treffen sich regelmäßig in Regionaltreffen oder -konferenzen. Zuletzt Ende April in München. Das Motto lautete: „Mobilität für morgen“. Die Teilnehmer diskutierten mit Politgrößen wie Anton Hofreiter, MdB, Markus Ganserer, MdL, oder Paul Bickelbacher, Stadtrat in München, über die dringlichsten Belange rund ums Thema Mobilität. Hier stand das Fahrrad im besonderen Fokus, denn gerade im städtischen Ballungszentren bietet es eine sinnvolle Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto. Mittlerweile greifen immer mehr auf dieses Transportmittel zurück, um z.B. in die Arbeit zu fahren, Besorgungen zu erledigen – eben um von A nach B zu gelangen.

Allerdings wird es von der Landesregierung immer noch stiefmütterlich behandelt; bei Planungen kaum berücksichtigt und im Alltag kaum beachtet. Dabei ist gerade hier eine Chance für verkehrsreiche Kommunen die Lebensqualität ihrer Bewohner deutlich zu verbessern – in Sachen Luftqualität, Lärmschutz oder Sicherheit auf den Straßen. Die Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur schließt auch sog. Radschnellwege ein, die über längere Strecken auch Landkreisgrenzen überschreiten können. Das Fazit lautete: Wenn ein gutes und sicheres Angebot vorhanden ist, wird die Akzeptanz bei den Nutzern weiter steigen, doch dafür müssen nun endlich konkrete Maßnahmen folgen. Wir Grünen fordern daher:

  • Die komplette Überarbeitung des Bundesverkehrswegeplans durch das Bundesverkehrsministerium, die jenseits neuer Straßenbauorgien echte Lösungen für die Mobilitätsbedürfnisse in der Region 14 beinhaltet.
  • Die entwicklung eines schlüssigen und finanzierbaren Konzepts für den Bahnknoten München unter Berücksichtigung des Ausbaus der Außenäste sowie von Tangentialverbindungen über Nord- und Südring durch die Staatsregierung.
    Den Bau einer umfassenden Fahrradinfrastruktur durch ein koordiniertes Vorgehen der Kommunen in der Region 14 beginnen, damit das Fahrrad als gleichweritge Alternative zu Auto und ÖPNV im Alltag genutzt werden kann.
  • Die Übernahme einer führenden Rolle bei Radschnellwegen durch den Freistaat Bayern, ggf. auch die Übernahme der Trägerschaft, analog der neuen Gesetzgebun in NRW. Der Freistaat soll für klare rechtliche Rahmenbedingungen sorgen, die Planung unterstüttz und den Bau fördern. Der Bau einer umfassenden Radschnellweginfrastruktur im Ballungsraum München ist mit hoher Priorität zu beginnen.
  • Die Staatsregierung wird aufgefordert, die Kommunen in der Region 14 bei der Entwicklung eines Konzepts zu „SmartCities in der Region München“ zu unterstützen. Nach dem Vorbild der SmartCity-Initiative der österreichischen Bundesregierung sollen die Chancen der zunehmenden Digitalisierung der Mobilität genutzt und mit intermodalen Chancen der zunehmneden Digitalisierung der Mobilität genutzt und mit intermodalen Mobilitätsangeboten der veränderten Mobilitätsnachfrage Rechnung getragen werden.

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